This article is about registering veteran vehicles and insurance/tax problems in Germany. I do not translate this article because only very few people outside Germany will be interested in this subject. In case you are, please send an email. 

Papierkram: Versicherung - Zulassung - Führerschein

Für alle Details über Kennzeichen und Steuern laden Sie bitte >> diese << TÜV-Infos
(514 kB, PDF) zu Oldtimern vom TÜV Hessen.

 
Zulassung & Betriebserlaubnis: 
 

Die Zulassungsprozedur ist von den Ihnen vorliegenden Unterlagen abhängig. Der günstigste, aber wohl seltenste Fall ist, daß das Fahrzeug zugelassen oder weniger als ein Jahr abgemeldet ist. Dann reicht für die Anmeldung eine ggf. fällige Hauptuntersuchung beim TÜV. Eine ASU wird bei Motorrädern und allgemein bei Fahrzeugen, die älter als 1969 sind NICHT durchgeführt. 

Ist das Fahrzeug länger als ein Jahr abgemeldet, dann muß ein neuer Kfz-Brief beantragt werden. Wenn Sie keinen deutschen Kfz-Brief haben, müssen Sie zuerst einmal beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für Ihr Fahrzeug anfordern. Diese kommt per Nachnahme und ist nur 8 Wochen lang gültig. Zusätzlich benötigen Sie einen geeigneten Eigentumnachweis über das Fahrzeug (in der Regel ein Kaufvertrag). Mit den gesammelten Unterlagen "bewaffnet" können Sie nun beim Straßenverkehrsamt den neuen Kfz-Brief beantragen. Wenn Sie den Kfz-Brief erhalten haben, können Sie beim TÜV eine Abnahme nach §21 StVZO durchführen lassen. Diese kostet für ein Motorrad - je nach Aufwand - um die 50 EUR.

Kfz-Brief

  

Bei Oldtimern wird es öfters der Fall sein, daß der TÜV keine Fahrzeugdaten für den Eintrag in den Brief vorliegen hat. Dann sollten Sie sich diese zwecks Unkostenreduzierung möglichst vorher bei Clubs, Händlern oder anderen Quellen selbst beschaffen. Wenn der TÜV-Prüfer Ihren Oldtimer für gut befunden hat, steht schließlich der Anmeldung nichts mehr im Wege. 

Noch ein Tip: Das "Kuchenblech" muß nicht sein - Motorräder vor Baujahr 1960 können in der Regel ein kleines Kennzeichen (wie bei einer 80er) bekommen. Allerdings kommt es auch auf das Ermessen der Zulassungstelle an. 

 

Bei Fahrzeugen mit Versicherungskennzeichen wird nur eine Betriebserlaubnis benötigt. Für die DKW-Hummel (aber NICHT "DKW"-Mofa -> HERCULES!) kann bei Audi eine neue Ausfertigung angefordert werden. Dazu wird eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (von der Zulassungsstelle, Bürgermeister, Polizeiposten, o.ä.) benötigt, aus der die Fahrgestellnummer und der Eigentumsnachweis hervorgehen. Gegen 30 Euro erhalten Sie dann von der AUTO UNION GmbH, 85045 Ingolstadt, Deutschland eine Zweitschrift der Betriebserlaubnis.

Bei zulassungspflichtigen Fahrzeugen (dazu gehört die "DKW-Hobby") gibt es von gegen Vorlage der KBA-Unbedenklichkeitsbescheinigung bei der Auto Union GmbH eine Herstellerbescheinigung (Kosten auf Nachfrage), mit der man bei der Straßenverkehrsbehörde einen neuen Kfz-Brief beantragen kann.

 

 

 

TÜV-Siegel

ACHTUNG! Für DKW Motorräder können Sie die nötigen Fahrzeugdaten gegen eine kleine Unkostenbeteiligung bei DKW-Geyer anfordern! Für folgende Typen liegen uns Daten für den Fahrzeugbrief vor: DKW RT 125, RT 175, RT 175 S+VS, RT 200 H, 250/1+/2, RT 250 S+VS, RT 350. Weitere Typen auf Anfrage.

ASU-Siegel

 

Maßnahmen zur Kostensenkung: 

Saisonkennzeichen:

Es gibt für Besitzer von Motorrädern, Cabrios und Wohnmobilen die Möglichkeit, Saisonkennzeichen zu beantragen. Somit entfällt die lästige An- und Abmeldeprozedur zu Saisonbeginn und -ende. Allerdings dürfen diese Fahrzeuge während der Ruhemonate nicht auf der Strasse abgestellt werden! 

Saisonkennzeichen

Das "H"-Kennzeichen:
Für den Besitzer von Fahrzeugen mit historischem Wert (welchen Maßstab man für die Bewertung auch immer wählen mag...) gibt es die Möglichkeit, ein "H"-Kennzeichen zu beantragen. Wichtigste Auswirkung: 46 bzw. 191 EUR Kfz-Steuer im Jahr, egal wieviel es vorher war.
"H"-Kennzeichen
Um die Einstufung als historisch wertvolles Fahrzeug zu bekommen, muß es beim TÜV vorgeführt werden. Ist auch der TÜV der Meinung ein historisches Fahrzeug begutachtet zu haben, dann erfolgt die offizielle Zulassung als Oldtimer. Das Fahrzeug muß mindestens 30 Jahre alt sein.
Das rote 07er Oldtimerkennzeichen:
Hat man mehrere Fahrzeuge, die man gelegendlich bewegen möchte, so kann man die Beantragung eines roten Oldtimerkennzeichens erwägen.
rotes 07-Kennzeichen
Dies ist ein Wechselkennzeichen mit dem alle vorher festgeschriebenen eigenen Oldtimerfahrzeuge bewegt werden dürfen. Natürlich aber nur jeweils ein Fahrzeug zur gleichen Zeit. Allerdings ist zu beachten, daß es Nutzungseinschränkungen insbesondere für dieses Kennzeichen gibt. Es sind nur Teilnahme an Oldtimerveranstaltungen, Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten zulässig. Die Fahrzeuge müssen mindestens 20 Jahre alt sein.
  
Haftpflicht-/Kasko-Versicherungen
 
Für Oldtimer ("H"-Kennzeichen kein muß) gibt es meist sehr günstige Tarife in Haftpflicht und Kasko. Fragen Sie Ihre (und vielleicht auch die eine oder andere) Versicherung. Vergessen Sie bei der Kasko nicht ein Wertgutachten über Ihren Oldtimer einzureichen, damit im Schadensfalle Ihr "bestes Stück" nicht nach dem normalen Zeitwert (=Schrottwert) bewertet wird. Wertgutachten können beim TÜV oder auch Kfz-Sachverständigen angefertigt werden. Die Kosten schwanken, liegen i.d. R. aber meist in einem Bereich von 75 -250 EUR.
 
 
Die neuen Führerscheinklassen für Motorräder
 
Am 1.1.1999 wurde der neue Euro-Führerschein eingeführt. Er ist auch rosa und hat nur noch das Format einer Scheckkarte. Für alle, die vor dem Stichtag im Besitz eines gültigen Führerscheins sind, ändert sich nichts. Auch eine Umtauschpflicht besteht nicht. Achtung für Klasse 2 Fahrer! Vor dem 50. Geburtstag Führerschein umtauschen! Die Bezeichnung der Führerscheinklassen ändert sich. Weitere Infos hierzu gibt es z.B. beim ADAC (Mitgliedsnummer bereithalten!). 
 
Hier eine Gegenüberstellung für Motorräder "alt" gegen "neu":
 

Führerschein

alt

 

Führerschein neu

Quelle: ADAC

1

Krafträder ohne Leistungsbeschränkung

A

Krafträder ohne Leistungsbeschränkung, 
ab 25 Jahre Direkteinstieg 

1a

Krafträder bis 25 kW, nicht mehr als 0,16 kW / kg Leergew., Erwerb Kl. 1 erst nach 2 Jahren mit Kl. 1a und Fahrpraxis

A

In den ersten 2 Jahren nur Krafträder bis 25 kW und mit nicht mehr als 0,16 kW / kg Leergew.

1b

Krafträder bis 125 ccm bis 11 kW; für 16-17jährige mit max. 80 km/h

A1

Krafträder bis 125 ccm bis 11 kW; für 16-17jährige mit max. 80 km/h

4

Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor bis 50 ccm und 50 km/h

M

Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor bis 50 ccm und 45 km/h

Bitte beachten Sie, daß alle Angaben nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt worden sind.
Trotzdem übernehmen wir für die Richtigkeit keine Gewähr!